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Diabetes

Die im Zuge der Zuckerkrankheit Diabetes mellitus auftretenden Gefühls- oder Durchblutungsstörungen führen dazu, dass der Patient Druckstellen bzw Fehl- oder Überbelastungen, insbesondere an den Füßen nicht mehr wahrnimmt.  Es kommt  dadurch zu einer chronischen Druckbelastung.

 

Infolge dieser Situation kommt es häufig zu Entzündungen der Knochen oder des Gewebes. Gewebeentzündungen können sich rasch zu offenen Geschwüren (Ulcera) entwickeln und sich durch das Gewebe bis auf den Knochen ausdehnen.

 

Schon kleine Verletzungen können bei Diabetikern zu schweren Entzündungen führen, die manchmal sogar die Amputation einer Zehe, des Fußes oder gar des ganzen Beines erforderlich machen.

Gefahren beim diabetischen Fuß

  • Durchblutungsstörung
  • Polyneuropathie
  • Falsches Schuhwerk
  • Alter der betroffenen Person
  • Schlechte Einstellung des Blutzuckers
  • Fußfehlstellung und Fußdeformitäten
  • Bewegungseinschränkungen der Fußgelenke
  • Dauer und Schwere der Diabeteserkrankung

 

Um Amputationen zu verhindern muss bereits im Frühstadium bei DFS gehandelt werden!

 

Massnehmen beim Ulcuspatienten


Schuhtechnische Versorgung beim diabetischen Fuß

Bettungseinlagen

Zurichtung an der Schuhsohle

Verkürzung baugleiche am Absatz

Verkürzungsausgleiche an der gesamten Sohle

Spitzfussausgleiche

Vorfuss-Mittelfuss-Rückfussrollen

Schmetterlingsrollen

Absatzrollen

Pufferabsatz

Sohlen oder Absatzverbreiterung

Zurichtung im Schuh

Dehnung des Oberleders bei Druckstellen

Schaftversteifung

Schafterhöhung

Verkürzungsausgleich im Schuh

Maßeinlagen als Einbau

Modell oder Bettungseinlagen als Einbau

Polsterungen und Hohllegungen im Schaftbereich


Charcot-Fuss

Ein Charcotfuß (auch DNOAP = diabetisch-neuropathische Osteoarthropathie) entsteht im Rahmen der Polyneuropathie. Kommt es dann zum Bruch, spürt ihn der Betroffene häufig durch die Polyneuropathie nicht.


Da kein Schmerzempfinden vorhanden ist, belasten viele Betroffene wochenlang den gebrochenen Fuß weiter. Der Fuß wird warm, geschwollen und rot im Vergleich zur Gegenseite.

Der Schmerz fällt dabei geringer als erwartet aus oder kann sogar trotz erheblicher Knochenbrüche ganz ausbleiben.


Zum Arzt führen z.B. die auffällige Deformierung des Fußes oder entstehende Geschwüre.

Als Therapie erfolgt zunächst die komplette Entlastung (Bettruhe), dann die teilweise Entlastung z.B. in Gipsverbänden, später müssen spezielle orthopädische Maßschuhe getragen werden.

Entlastungsschuh

Ein Diabetiker mit Polyneuropathie und/oder Durchblutungsstörung hat einen Risikofuß und benötigt einen Spezialschuh für Diabetiker mit entsprechender Fußbettung. Hat ein solcher Risikopatient zusätzlich starke Fußveränderungen oder offene Wunden (Ulcus), so ist ein orthopädischer Maßschuh unerlässlich.

 

Dieser Entlastungsschuh wird je nach Bedarf mit Rolle und Hohllegungen (Tieflegung) zur Druckumverteilung bzw Druckentlastung angefertigt. Für unsere Entlastungsschuhe verwenden wir nur besonders hygienisches und sogar waschbares Material. Durch die individuelle Anpassung an die jeweiligen Bedürfnisse unserer Kunden kann die bestmögliche Versorgung gewährleistet werden. Unsere Entlastungsschuhe sind federleicht, verfügen über eine stabile Sohle und eine gute Rolle.

Entlastungsorthese

Dieses orthopädie-technische Hilfsmittel dient zur Totalentlastung des orthopädischen Fußes. Abhängig vom Alter und von Begleiterscheinungen des Patienten werden Verletzungen, Geschwüre und Deformitäten weitgehend vermieden und die Mobilität verbessert. Weiters kann man durch den Schutz einer Orthese die Wundheilung und somit die Gefahr einer Amputation oder Infektion vermeiden. Alles in allem gesehen führt die Verwendung einer Orthese zur Steigerung der Lebensqualität von Diabetespatienten. Dieser Stützapparat ist jederzeit abnehmbar, wodurch eine regelmäßige Fußpflege möglich ist. 

 

Orthesen werden oft zur Ruhigstellung vor einer Operation eingesetzt. In der Nachbehandlung erfolgt meist eine Versorgung mit einem orthopädischen Maßschuh.

 

Entlastungsorthesen können auch als Alternative zu einem Gips eingesetzt werden. 

 


Versorgungsbeispiele